Archiv für August 2013

Die dümmsten Gründe für Proteste gegen die NATO-Intervention in Syrien

Die linksvölkische Tageszeitung „Junge Welt“ hat sich die Mühe gemacht die schlechtesten Argumente gegen eine NATO-Intervention in Syrien zusammenzustellen. (Danke an F.Z. für den Hinweis) Hier ist meine Top 3.

Platz 3:

Sevim Dagdelen (Die Linke): Es droht, daß Deutschland sich an diesem eklatanten Völkerrechtsbruch beteiligt, was die Mehrheit der Bevölkerung schlicht ablehnt!

Der Mehrheitswille der deutschen Bevölkerung hat sich ja schon immer als hervorragender Maßstab für linke Politik erwiesen.

Platz 2:

Peter Strutynski (Bundesausschuß Friedensratschlag): Nachdem in den letzten Wochen die Regierungskräfte an Boden gewonnen und manche Rebellenstellung zurückerobert haben, stellt sich die Frage, welchen Sinn ein Giftgasangriff machen würde.

Wer da wohl wieder im Hintergrund die Strippen gezogen hat. Ich hab ja so ne Vermutung.

Platz 1:

Bernd Riexinger (Die Linke): Krieg beendet keinen Krieg. Gewalt läßt sich nicht mit Gewalt beenden.

Die deutsche Linke spricht aus historischer Erfahrung oder wie wurde der Nationalsozialismus nochmal beendet?

Die Paralyse der Kritik

Die akademische Linke scheint sich in ihren wortgewaltigen Theorien einig zu sein: Vom »Arabischen Frühling« bis »Occupy Wall Street« und zurück versprechen die internationalen Proteste angeblich eine Wiederkehr der Idee des Kommunismus. Wäre dem so, wäre es um diesen nicht gut bestellt.

von Roger Behrens

Ein Rückblick: Das Buch wurde zum Bestseller, begleitete die Neue Linke der Sechziger und Siebziger, verschwand dann aber in den Achtzigern, ist seit den Neunzigern nur noch antiquarisch zu haben – und zählt heute wohl zu den vergessenen, also unbekannten Theoriewerken einer emanzipatorischen Opposition: Herbert Marcuses »Der eindimensionale Mensch« erschien 1964 in den Vereinigten Staaten am Vorabend der internationalen Protestbewegungen; die deutsche Ausgabe folgte 1967, rechtzeitig zum Auftakt der Apo.

Marcuses zentrale These seiner, so der Untertitel, »Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft«: Die Totalität moderner Gesellschaften verdichtet sich unter Bedingungen eines korporativen Kapitalismus »totalitär«, aber nicht im Sinne eines Terrorregimes, sondern als System einer technologischen Rationalität, das mit dem Zugewinn der Freiheiten auch die Herrschaft ausweitet. Dieselben Kräfte, die eine Befreiung und Befriedung des menschlichen Daseins bedeuten können, verstärken zugleich die Mechanismen der Anpassung und Integration. Zwar sind demnach »Bourgeoisie und Proletariat (…) in der kapitalistischen Welt (…) noch immer die grundlegenden Klassen. Die kapitalistische Entwicklung hat jedoch die Struktur und Funktion dieser beiden Klassen derart verändert, dass sie nicht mehr die Träger historischer Umgestaltung zu sein scheinen.« Ohnehin gibt es an einer historischen Umgestaltung kein soziales oder politisches Interesse mehr: »Die politischen Bedürfnisse der Gesellschaft werden zu industriellen Bedürfnissen und Wünschen.« Befriedigt werden sie durch eine unablässige Warenproduktion, die permanent technisch verbessert wird und damit scheinbar auch das Leben verbessert. Die Menschen identifizieren sich in einer falschen Unmittelbarkeit mit den Verhältnissen. In den sechziger Jahren nennt Marcuse das »die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition«.

Protest als sozialer Protest vermochte sich nur gegen die totale Gesellschaft und ihre totalitäre Struktur zu artikulieren. Marcuse beschrieb das als die Notwendigkeit einer »Großen Weigerung«. Fehlt der Kritik des Ganzen eben das Bewusstsein vom Ganzen, wird sie unweigerlich ins System zurückgeworfen, integriert oder eliminiert. Kritische Theorie und Praxis der Gesellschaft erlangt ihre Radikalität in der Konsequenz, die bestehenden sozialen Verhältnisse in ihrer »konkreten Totalität« (Karl Marx) zu transzendieren. Ähnliches postulierte im März 1969, wenige Monate vor seinem Tod, Theodor W. Adorno: »Kritische Theorie geht nicht auf Totalität, sondern kritisiert sie. Das heißt aber auch, dass sie ihrem Inhalt nach anti-totalitär ist, mit aller politischen Konsequenz.«

Solche Formulierungen wie überhaupt solche Kritik der Gesellschaft charakterisieren einen Theorietypus, der seit 1968 sukzessive durch einen anderen abgelöst wird: Nunmehr beanspruchte der Strukturalismus beziehungsweise Poststrukturalismus theoretische wie praktische Radikalität. Eine Radikalität indes, die allerdings nicht, nach Marx, »ad hominem«, also am Menschen demonstriert, sondern die, nach Friedrich Nietzsche, »den Menschen« als ein machtvolles Dispositiv der Normierung und Kontrolle zu entlarven und schließlich zu überwinden trachtet.

weiterlesen: Jungle World

Wie man Wahnsinnige aufklärt

Einen anderen Umgang mit [dem Holocaust-Leugner] Irving wählte zwei Jahre später der Moderator John Safran. Er baute ein Aufnahmestudio mit einer Camping-Gas­flasche und einem Schlauch in eine Gaskammer um. Während des Interviews mit Irving verließ Safran den Raum, verriegelte das Studio mit einem Besen unter der Türklinke und ließ Gas ein. Dann klopfte er an die Scheibe und rief Irving zu: »Ich vergase Dich jetzt und leugne das dann.«

Quelle: Jungle World

Hier gibts das Video dazu:

Thüringer Zustände

Heute hielt die NPD Wahlkampfauftakt in Erfurt. Um den Nazis möglichst gute Bedingungen zum Wahlkampf zu gewährleisten, musste die Thüringer Polizei diverse Male tun, was diese Kretins eben auszeichnet: auf Menschen einschlagen, bis keiner mehr zuckt. Da die Schlägertrupps von BFE und Bereitschaft diesmal nicht behelmt waren, bot sich ein bemerkenswerter Anblick: Gesichter in fanatischer Erregung während der Angriffe, mitleidlos und entmenscht, tote aufgerissene Augen, erstarrte bis zuckende Gesichtszüge. Einprägsam und gruselig! Diese Prügelorgie im Wortsinne klingt dann beim lokalen Wurstblatt so:

Kurzzeitig sei es zu einem Handgemenge zwischen Polizei und Gegendemonstranten gekommen, …

Beim mindestens ebenso wurstigen Lokalsender liest man:

Die Polizei sprach von einem weitgehend friedlichen Einsatz. Lediglich zwei Polizisten wurden durch Fußtritte leicht verletzt und zwei Gegendemonstranten kurzfristig in Gewahrsam genommen.

Beides ist offen gelogen. Es kam weder zu einem beidseitigem Handgemenge, sondern zu einem Angriff der einen (Bullen) auf die anderen, noch kann von einem weitgehend friedlichen Verlauf die Rede sein. Dass zwei dieser Kretins von Fußtritten verletzt worden sein sollen, mag den Lokalreporter die Tränen in die Augen treiben, dass die Verletzungen der nicht durch Montur geschützten Menschen unerwähnt bleiben, ist aber auch eine Aussage. Ebenso die Tatsache, dass nur das AKE zu erwähnen weiß, dass die Bullerei ein Transparent mit Sätzen aus dem Schwur von Buchenwald zerriss. Was der Situation (des Angriffs) geschuldet sein mag, könnte nicht bezeichnender sein für die politischen Verhältnisse in Thüringen.

Von den Angriffen der Bullen abgesehen, waren die Gegenaktionen eine verdienstvolle Angelegenheit. Die Lautsprecheranlage der Nazis war de facto nicht zu hören. Zu hören waren leider die Kommentare vom Gutmenschenrädelsführer Rüdiger Bender, der aus dem Stand gefühlte Stunden lang Demokratie- und Menschenrechtsgesülze zum Besten gab und den Nazis die Sorge um die Heimat nicht wortlos überlassen wollte.

Teddykatzenbär

Neu entdeckte Tierart: Flauschiger Räuber aus den Anden

Erstmals seit 35 Jahren wurde in der westlichen Hemisphäre wieder ein Raubtier entdeckt. Der Olinguito aus den Nebelwäldern Lateinamerikas gehört zur Familie der Kleinbären. Museumsexponate brachten Biologen auf seine Spur.

Er sieht aus wie eine Mischung aus Katze und Teddy und lebt in den Nebelwäldern der Anden – der Olinguito. Aufgespürt haben die Forscher das Säugetier allerdings zunächst nicht in freier Natur, sondern in Museen. Es sei das erste Mal seit 35 Jahren, dass auf der westlichen Hemisphäre ein neues Raubtier entdeckt wurde, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „ZooKeys“.

Eigentlich wollte das Team um Kristofer Helgen vom Smithsonian’s National Museum of Natural History in Washington herausfinden, wie viele Arten von Makibären, auch Olingos genannt, es gibt und wo diese leben. Sie untersuchten dazu zahlreiche Museums-Exponate dieser Tierart.

Dabei fiel ihnen auf, dass einige Exemplare kleinere und anders geformte Schädel und Zähne hatten als der Rest. Sie waren auch insgesamt kleiner und hatten dichteres Fell. Den vorhandenen Aufzeichnungen zufolge stammten diese Tiere alle aus einem Gebiet in den nördlichen Anden, 1500 bis 2700 Meter über dem Meeresspiegel.

Dies ist weit höher als der bekannte Lebensraum der Olingos, stellten die Forscher fest. Genetische Untersuchungen bestätigten, dass es sich bei den vermeintlichen Olingos um eine neue Art handelt, eben den Olinguito (Bassaricyon neblina).

Verwandt mit Waschbären und Nasenbären

Die in den Museen vorhandenen Informationen über die Tiere waren schon recht alt. Sie wurden Anfang des 20. Jahrhunderts aufgezeichnet, als die Tiere gefangen wurden. Für die Forscher stellte sich deshalb die Frage, ob die Olinguitos noch heute in freier Wildbahn zu finden sind.

Sie organisierten eine Expedition in die Anden und konnten tatsächlich einige Olinguitos in freier Wildbahn beobachten. Die Forscher fanden heraus, dass die Tiere nachtaktiv sind, vor allem Früchte fressen, nur selten von den Bäumen herunterkommen und jeweils ein Jungtier aufziehen.

Die Olinguitos gehören zur Familie der Kleinbären (Procyonidae), zu der unter anderen auch Waschbären und Nasenbären zählen. Die Tierwelt ist mit der Entdeckung nun offiziell um eine Art reicher. Als Olingo haben allerdings schon viele Menschen den Olinguito bewundert – nicht nur in den Museen, sondern auch in US-amerikanischen Zoos, wo in den sechziger und siebziger Jahren mindestens ein Exemplar aus Kolumbien lebte.

Botschafter für die Nebelwälder

„Die Entdeckung des Olinguitos zeigt uns, dass die Welt noch nicht völlig erforscht ist und noch nicht alle ihre grundlegenden Geheimnisse aufgedeckt sind“, sagte Helgen. „Wenn heute noch neue Raubtiere entdeckt werden können – was für Überraschungen warten noch auf uns?“

Der Wissenschaftler weist allerdings auch darauf hin, dass der Olinguito in Gefahr sei. Etwa 42 Prozent seines Lebensraumes seien bereits in Ackerland oder Siedlungsfläche umgewandelt worden.

„Die Nebelwälder der Anden sind eine Welt für sich, gefüllt mit Arten, die nirgendwo sonst zu finden sind und von denen viele gefährdet sind“, erläuterte Helgen. „Wir hoffen, dass der Olinguito zu einem Botschafter für die Nebelwälder Ecuadors und Kolumbiens wird und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese entscheidenden Lebensräume lenkt.“

Die Entdeckung eines Raubtieres ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts sicher eine Seltenheit. Aber immer noch werden neue Säugetierarten von Wissenschaftlern beschrieben. Vor einigen Jahren stießen Biologen in Afrika zum Beispiel auf eine der Wissenschaft noch unbekannte Affenart. Das Lesula-Äffchen (Cercopithecus lomamiensis) lebt versteckt in der Lomami-Region in der Demokratischen Republik Kongo. Nicht immer sind die neuen Arten bis zu ihrer Entdeckung völlig unbekannt. Häufig werden sie aufgrund moderner genetischer Methoden als eigene Art neu definiert.

Quelle: Spiegel Online

Toll! Brauchen wir unbedingt im Arnstädter Tierpark!

Zum gegenwärtigen Stand des Elends bei der Staatsantifa

Quelle: „Antifaschistische“ Koordination Erfurt (AKE)

Ich nehme an für die Werbung können sie nicht unbedingt was. Aber die Mitteilung hat es auch schon in sich und das Schlimme ist, sie ist sprachlich und inhaltlich die beste AKE-Pressemitteillung sein langem…

Siggi, Hitler und die Falken

Gabriel: Hitler sollte Ehrenbürger von Goslar bleiben

Die Stadt Goslar soll bald darüber entscheiden, ob sie Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde aberkennt. Ausgerechnet der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel hat sich nun dagegen ausgesprochen – im Gegensatz zu früher.

Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel ist skeptisch, ob die Stadt Goslar Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde aberkennen sollte. „Man versucht sich da von etwas reinzuwaschen, von dem man sich nicht reinwaschen kann“, sagte Gabriel nach Angaben des Magazins „Spiegel“. Der SPD-Chef stammt aus der niedersächsischen Stadt.

Als Jugendlicher habe er eine andere Meinung vertreten. „Als Mitglied der Falken habe ich eine Aberkennung immer gewollt“, erzählte Gabriel laut dem Magazin am Rande eines Schulbesuchs im niedersächsischen Empelde. „Heute finde ich es fast falsch, das zu machen.“

Quelle: Liberalen-Illustrierte

Gabriel vertritt in dieser Sache heute also progressivere Positionen als in seinen SPD-Jugendverbandszeiten. Ein Elend…

Die völkische Seele kocht

Die wohl widerlichste Absteige in ganz Südthüringen, das „Einsiedel“ in Zella-Mehlis, ist kürzlich anlässlich des Geburtstags der Betreiberin von der Antifa Suhl/Zella-Mehlis gebührend gewürdigt worden. Nun kocht der Volksmob dort, wo sich heute die völkische Seele am besten entladen kann, wenn grad keine Ausländer oder Zecken zu greifen sind, auf Facebook. Hier lässt man seinen Gewaltphantasien gegen die „linken Schwanzlutscher“ und „linken Schweine“ freien Lauf. Als hätte es noch der Bestätigung des Artikelinhaltes bedurft. Auf der nächsten Onkelz-Party oder dem nächsten Nazi-Metal-Konzert wird es dann einiges zu besprechen geben, wenn sich nicht endlich ein Blitzeinschlag, Leitungsbrand oder das Ausland erbarmt und diese Brutstätte der Dummheit und Bosheit abfackelt.

dignity IX

Zum Weltkatzentag: er hat die Welt unter sich gedreht.

„Die Grenzen um uns rum haben wir uns selber auferlegt und es wird Zeit, dass endlich jemand diese Welt in Trümmer legt. […] Manchmal glaub ich noch daran, dass alles anders werden kann.“

Bessere Sozialdemokraten

Die Linkspartei geht völlig zurecht gegen das ihr völlig zu unrecht anhaftende Image vor, revolutionäre Kraft zu sein. Ein paar Euro mehr für die überflüssige Schufterei, ne bezahlbare Butze in irgendner Ostplatte und ein sauberes Gewissen – was will der bessere Sozialdemokrat mehr?