Antikommunistischer Verfolgungseifer in Suhl

Dass antikommunistisches Strafbedürfnis zu den maßgebenden Formen des postnazistischen Bewusstseins gehört, davon konnte sich die Suhler Antifaschistin und wohl beste Lehrerin Thüringens, Heidi Schwalbe, in den letzten Wochen überzeugen. Wegen einer Mottowoche an ihrem Gymnasium, bei der ihre Klasse Szenen aus dem DDR-Schulalltag nachstellte, und wovon Bildmaterial ins „größte Drecksblatt der westlichen Welt“ (Gremliza) gelangte, steht sie schon seit Wochen unter Beschuss. Neben hochrangigen Thüringer Landespolitikern äußerte sich auch der übelste Stalker Berlins, Hubertus Knabe zu dem Fall. Knabe hält sich für einen Historiker und treibt in Hohenschönhausen sein Lebenswerk voran: Die Verharmlosung des Nationalsozialismus durch die Parallelisierung mit der DDR. Die Bild-Story aus Suhl kommt dem postnazistischen Ideologen wie gerufen. In der Zeit erschien jetzt ein etwas differenzierterer Artikel. Halt durch, Heidi!