Die Sehnsucht nach Bonn

Einen zur Auseinandersetzung mit PEGIDA und damit auch SÜGIDA interessanten Text gibt es bei der Bahamas Redaktion. Er endet mit einem für die Bahamas ungewöhnlichen Appell an die Antifa (sonst wird sie gern zur Feindmasse dazugerechnet bzw. das, was man für sie hält):

Angesichts dessen darf sich nicht wiederholen, dass sich die Antifa ein zweites Mal zu einem Aufstand der Anständigen wie 2000ff. hergibt; denn den wird das Berliner Establishment, nicht zuletzt das mediale, das um die Hartz-Reformen bangt und sich vor Staatsdefizit fürchtet, sicher inszenieren wollen, falls Pegida gesamtdeutsch so wachsen sollte wie die AfD. Die Aufgabe, die sich Antifaschisten stellt, ist zum einen, der Versuchung zu widerstehen, aus Pegida und AfD einen bequemen und wohlfeilen Nazi-Popanz zu basteln, und zum anderen, die Sehnsucht nach Bonn überhaupt als solche wahrzunehmen, um sich dann aber klar zu machen, dass es diesen Weg zurück nicht gibt; dass staatliche Krisenverwaltung eben so aussehen muss, wie sie aussieht. Diesen Zustand gilt es zu denunzieren statt zu ignorieren: Der Kampf gegen den Antisemitismus darf keine Parteinahme für die sozialen und ideologischen Verhältnisse der Berliner Republik werden oder bleiben.

In Gänze lesen: http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/20150103pegida.html