Archiv der Kategorie 'Erfurt'

Antifas sprengen Montagswahnmache in Erfurt

„Willkommen auf der neuen Erfurter Montagswahn… äh… -mahnmache!“ (Tosendes Gelächter) – so begrüßte der Anmelder der neuen Montagskundgebungen mit einem Freud’schen Versprecher die Anwesenden und nahm die antifaschistische Kritik am Charakter dieser Veranstaltung ungewollt vorweg. Die ca. 50 anwesenden Antifaschisten störten die Wahnmache massiv, unterbrachen durch Sprechchöre und Zwischenrufe die Redner, brachten das Programm durcheinander, führten einen vorzeitigen Abbruch durch die Organisatoren herbei und machten den ersten Montagsaufmarsch nach dem Putsch und Rechtsruck in Erfurt zum Desaster für die Organisatoren.

Diese hatten große Prominenz eingeladen, um das Teilnehmerfeld zu erweitern. Neben Klaus Blessing, dem ehemaligen stellvertretenden Minister für Schwerindustrie der DDR, heute nur noch ein trinkender Wirrkopf, sprach der Ex-Linke Jürgen Elsässer, heute vom früheren Kritiker des Antisemitismus zum Gegenstand der Kritik des Antisemitismus degeneriert, zu den ca. 50 Antifas, die gegen etwa genauso viele Wahnmach‘ler demonstrierten. Viel war von Elsässers neuesten Ergüssen über die Weltherrschaft des Finanzkapitals allerdings nicht zu verstehen. Sein faschistoides Weltanschauungsgetöse ging im Kratzen des Mikros und dem Protest der Antifas unter.

Die Organisatoren waren ziemlich ratlos angesichts der neuen Situation und bettelten regelmäßig um das Eingreifen der Polizei, die vom Ausmaß des Protestes aber ebenso überrascht war. So drehte sich die ganze Kundgebung um die Pseudoauseinandersetzung mit der Antifa. Mal waren diese alle bezahlte Claqueure, wahlweise der USA oder des Innenministeriums, mal wurde den Antifas ernsthaft dazu geraten, Möhren anzupflanzen, weil es bekanntlich nichts wichtigeres gibt und mal versuchte man die politischen Gegner mit der „Wir wollen doch alle dasselbe“-Nummer zu umgarnen. Eine Fahne der USA und Israels provozierten immer wieder Hasstiraden gegen die „derzeit aggressivsten Kriegstreiber“. Einige der Wahnmachengegner ließen sich auf die Diskussion am Mikro ein, mit verhaltenem Erfolg. Auf eine Kritik, deren Komplexität die Aufmerksamkeitsspanne von 15 Sekunden bis zur nächsten Applauspause überschritt, waren die Wahnmachen-Teilnehmer nicht vorbereitet. Man suchte ohnehin eher die einfachen Antworten, die „Wahrheit“ in Hauptsätzen, und die Bestätigung der eigenen stumpfen antisemitischen Ressentiments durch die Markierung von vermeintlich Schuldigen.

Von völkischer und antisemitischer Ideologie distanzierten sich die Organisatoren unentwegt. Die Nachfrage, warum man dann mit Elsässer einen Freund und politischen Weggefährten des Holocaustleugners Horst Mahler eingeladen hatte, wusste man ebenso wenig zu beantworten wie die Frage, warum dieser ach so neutrale Bürgerprotest ein Anziehungspunkt von Nazis und anderen zwielichtigen Leuten ist. Teilnehmer der Kundgebung waren, neben den offensichtlich dort rumstehenden und Beifall klatschenden Nazis, beispielsweise der Vorsitzende der Ilm-Kreis-AfD Rüdiger Schmitt und der Herausgeber der völkischen Heimatzeitschrift „Arnstädter Stadtecho“ Stefan Buchtzik.

Die Anwesenheit von völkischen Ideologen und Antisemiten, die man ja mitunter selber eingeladen hatte, brachte die sich dumm stellenden Organisatoren nicht auf den Gedanken, dass dieser Auflauf kein unschuldiger Bürgerprotest für Frieden und Sonnenschein sein konnte, sondern von den anwesenden Antifas als das entlarvt wurde, was er war, ein Braunzonenaufmarsch mit Querfront-Potential. Die Distanzierungen von Antisemitismus waren aberwitzig und wurden nicht selten in Abwandlung des bekannten modern-antisemitischen Schlachtrufes „Ich habe ja nichts gegen Juden, aber…“ vorgetragen. Dass heute Antisemitismus nicht als ordinäre Judenfeindschaft auftritt, dass diese nach Auschwitz vielmehr gesellschaftlich kompromittiert ist und dass sich der moderne Antisemitismus neue Formen gesucht hat, die nirgends so virulent sind, wie auf diesen Demos, das wusste zumindest einer der Teilnehmer und Befürworter früher mal: Elsässer.

Von diesem Elsässer hat sich inzwischen sogar Wahnmachen-Guru Ken Jebsen öffentlich distanziert, was einiges bedeuten muss, da das von Jebsen tolerierte Teilnehmerfeld vom gutmeinenden Naiven bis zum ordinären Nazi und Reichsbürger reicht. Jebsen schrieb sogar mit dem Hildburghäuser Querfrontler Florian Kirner aka „Prinz Chaos II.“ (Ex-Linksruck) einen offenen Brief an die Organisatoren der Erfurter Montagsdemo in Sorge um den „humanistischen Grundkonsens“. Diese Aktion zeigt ganz nebenbei, wo die Erfurter Montagsdemo im deutschen Wahnmachen-Getümmel anzusiedeln ist: sehr weit rechts. Schade, dass dieser Brief auf der Kundgebung nicht besprochen wurde. Die an dieser Stelle abwegige Debatte über einen „humanistischen Grundkonsens“ bei diesem Braunzonenaufmarsch wäre sicher der Lacher des Abends geworden.


„Montags mach‘ ich lieber blau… Kein Frieden mit Antisemitismus, Verschwörungswahn und Volksgemeinschaft!“ – Antifaschistische Proteste


Jürgen Elsässer mit den neuestem Gelaber über die Weltherrschaft des Finanzkapitals


Kein Remake von „Die Drei von der Tankstelle“, sondern die Organisatoren des Braunzonenaufmarsches


„National Revolutionär Sozialistisch“ – Nazis brauchen sich nicht zu verstecken, sie sind offen Teil der Veranstaltung


Stefan Buchtzik (links im Bild), Herausgeber des völkischen Anzeigenblattes „Arnstädter Stadtecho“, dessen aktuelle Ausgabe Rüdiger Schmitt (Bildmitte), Vorsitzender der Ilm-Kreis-AfD, in der Hand hält

Am Abend verteiltes antifaschistisches Flugblatt: Montags mach‘ ich lieber blau…

Proteste gegen Elsässer-Auftritt angekündigt

Inzwischen rufen antifaschistische Gruppen in Erfurt zum Protest gegen den Elsässer-Auftritt und die Wahnmache kommenden Montag auf dem Anger auf. Die Initiative Allu Huht verfasste hierzu einen Aufruf, den ich hier dokumentiere.

Keine Bühne für Hass gegen LGBT gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, Keine Bühne für Elsässer

Seit einigen Wochen finden in mehreren großen Städten Deutschlands Neuauflagen der Montagsdemonstrationen statt. Ihre Initiator*innen agitieren seither in einem Sumpf aus Politikmüden, Querfrontler*innen, rechtsesoterischen Verschwörungstheoretiker*innen und antiimperialistischen Linken wie Rechten, die gemeinsam für eine kryptische Vorstellung von Frieden demonstrieren. Neben dem eigentlichen hehren Ziel wurde von Anfang gegen „gleichgeschaltete“ Medien, die BRD GMBH, FED, Rothschilds, Banken usw. gehetzt. Diese spezifische Form von Kapitalismuskritik hat deutschlandweit den Veranstalter*innen genau das Publikum beschert von dem sie sich in ihren Aufrufen verzweifelt zu distanzieren versuchten. Kein Zufall, denn inhaltliche Anknüpfungspunkte für Antisemit*innen, Rassist*innen und Verschwörungstheoretiker*innen bietet das Konzept der Initiator*innen zuhauf. Die sich ständig wiederholenden Distanzierungsversuche blieben somit unsinnig und vergebens. Seit mittlerweile 5 Wochen finden auch in Erfurt Mahnwachen statt. Die Veranstalter*innen behaupteten keinesfalls mit anderen Montagsdemos in einer Reihe zu stehen und Nazis, Rassist*innen und Antisemit*innen nicht das Wort am offenen Mikro zu überlassen. Jedoch beobachten wir seit Beginn mit Sorge, dass auch hier wiederholt neben Reden über die vermeintliche BRD GMBH und Chemtrails auch extremes Bankenbashing stattfindet. Die FED wird für das Unheil der Welt verantwortlich gemacht – eine kleine Elite sei dabei die Menschheit ins Verderben zu führen. Daher sei es auch egal welche*r von den „profitgeilen Politikern“ gewählt wird, da sie alle im Dienste einer nebulösen Macht ständen. Auf besorgniserregend große Zustimmung stoßen Redner*innen, die beispielsweise den Wahlerfolg von Obama dem Rassismus in den USA zurechnen und von Cliquenwirtschaft und Lobbyismus reden. Aber auch die Magie kam hier in Erfurt, einer der Hauptstädte der Esoterik nicht zu kurz – Selbstheiler*innen und selbst ernannte neue Physiker*innen nutzten die Bühnen um von ihren Wahrheiten zu berichten.

Mit dem Wochenende vom 17/18 Mai wurde nun von Berlin treuen Kadern die alte Orga der Wahnmache abgesetzt. Die Begründung ist, dass das alte Orgateam vom Verfassungsschutz durchsetzt sei und Parteipolitik betriebe. Unseren Informationen nach sind tatsächlich 2 Mitglieder in Parteien organisiert, DIE LINKE und die Die Piraten. Dass nunmehr deutschlandweit viele Mahnwachen von AfDlern, NPDlern und Reichsbürgern organisiert werden tat diesem Akt keinen Abbruch. Mitlgieder der alten Orga wurden bedroht und beschimpft. Die Berlin treuen neuen Organisatoren haben es nun vollbracht JÜRGEN ELSÄSSER zum 26.05. nach Erfurt einzuladen. Er gehört zu den Hauptrednern die in Berlin wöchentlich gegen LGBT hetzen und von einer Finanzoligarchie fantasieren und dabei offenen Antisemitismus predigen.
Statt einer vernunftbasierten Auseinandersetzung mit den Schwächen ihrer Mahnwache reagierten Veranstalter*innen, Redner*innen und Teilnehmende mit vielfältigen Immunisierungsstrategien und Abwehrhaltungen. Die grandiose Aufforderung an das Publikum, wer rechts sei, solle bitte die Hand heben, wurde mit dem vorauszusehenden Ergebnis belohnt – die Arme blieben diesmal unten. Die Inhalte, die vom offenen Mikro auf den Anger schallten, unterschieden sich bisher somit nicht von den anderen deutschlandweiten Demos. Gleichsam dem Medienecho halten sich die kritischen Reaktionen in Erfurt im Bezug auf die Mahnwachen in Grenzen. An diesem Umstand werden wir gemeinsam am kommenden Montag, dem 26. Mai etwas ändern. Dazu wollen wir ab 18:00 Uhr auf dem Anger in Erfurt demonstrieren, dass wir nicht damit einverstanden sind der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und JÜRGEN ELSÄSSER eine Bühne zu geben. Wir rufen auf, euch an dem Gegenprotest zu beteiligen! Bisher besteht bei uns Konsens darüber die Mahnwache nicht irgendwie verbessern zu wollen da wir sie von der Idee an, über Initiator*innen, Teilnehmende und Inhalte ablehnen und somit auch keine Reden am offene Mikro halten werden.

Quelle und Kontakt über: alluhuht@gmail.com

Auch die Erfurter Staatsantifa™ (AKE) hat reagiert:

Daher rufen wir dazu auf, den Organisatoren der „Montags-Demo“ die Tragweite ihres Handelns klar zu machen und am kommenden Montag vor Ort gegen den Auftritt von Elsässer und die damit nun eindeutig erkennbare rechte Ausrichtung der Demonstration zu protestieren. Spätestens jetzt muss jedeR gegenüber der Erfurter „Montags-Demo“ entscheiden, wo er/sie steht.

Quelle: Staatsantifa Erfurt

Die Erfurter Staatsantifa (AKE) ist mal wieder voll auf Zack. Nachdem nun Elsässer eingeladen wurde, haben sie begriffen, dass das eine „rechte“ Veranstaltung ist. Die antizionistischen Eskapaden und Reichsbürgerauftritte ließen noch Spielraum bzw. die „rechte Ausrichtung“ im Dunkeln, aber jetzt sind bei der AKE die Lichter angegangen. Auf die Staatsantifa ist mal wieder Verlass!

Außerdem gibt es inzwischen ein Video von den Filmpiraten über die Wahnmachen:

Putsch und Rechtsruck bei Erfurter Montagsdemo

Am gestrigen Montag (19. Mai) fand die letzte Erfurter Montagsdemo des alten Orgakreises statt. Ab kommendem Montag (26. Mai) übernimmt ein neuer Orgakreis die Leitung der Mahnwache, oder besser: Wahnmache. Laut Selbstbezeichnung besteht dieser neue Orgakreis aus „unabhängigen und parteilich neutralen Mitgliedern der bisherigen Organisationsgruppe und einem weiteren Mitglied […], welches die Berliner Montagsdemos seit Anbeginn maßgeblich mit begleitete“. Kurz auf den Punkt gebracht durch die alten Organisatoren bedeutet das: „Wir wurden von Berlin aus abgesetzt.“
Nun war es sowieso nur eine Frage der Zeit bis sich die konkurrierenden Wahnvorstellungen der Teilnehmer durch den Kitt ideologischer Gemeinsamkeiten (konformistische Revolte gegen „die da oben“) durchfressen und zu Tage treten. Die Gründe für die Absetzung sind freilich aberwitzig. So sollen die alten Organisatoren vom Verfassungsschutz unterwandert sein (selbst der Verfassungsschutz hat vermutlich besseres zu tun, als noch mehr Menschen mit Wahnvorstellungen anzuwerben), Mitglieder diverser Parteien und deswegen nicht unabhängig sein und sie sollen bzw. haben die Organisation der Wahnmachen schleifen lassen. Das ist der Grund, warum der Putsch überhaupt stattfinden konnte: Da die Kundgebungen nicht lange genug im Voraus angemeldet worden, sprangen einfach die neuen Anmelder ein und besetzten den traditionellen Platz.
Insgesamt zeichnet sich dabei ein Rechtsruck ab: Die alten Organisationen (wohlgemerkt die Organisatoren, von den Teilnehmern ist hier nicht die Rede) waren bzw. sind Irre mit einer immerhin liberaleren Grundeinstellung, die sich vorsichtig und plump tastend, geschult durch youtube-Videos, dem näherten, was man für die Wahrheit hält: nämlich, dass sich ein einflussreicher Klüngel gegen die Menschheit verschworen hat. Sie betonten ihre Politik des offenen Mikros, wodurch sich jeder Spinner zum Sprechen animiert sah, was aber immerhin eine gewisse Offenheit anzeigte, und distanzierten sich in vorauseilendem Gehorsam von dem, worauf ihre eigene Ideologie notwendig hinausläuft: von Naziideologie.
Die neuen Organisatoren kündigten eine straffere Organisation an. Ihr Tonfall ist eindeutig autoritärer und zielstrebiger und damit die Beobachter gleich wissen, wo der Hammer hängt, haben sie zur ersten Wahnmache am 26. Mai gleich mal den homophoben Ex-Linken Jürgen Elsässer eingeladen. Elsässer ist einer der führenden Ideologen dieses verschwörungsaffinen, rechtsesoterischen und präfaschistischen Milieus, das sich um den Kopp-Verlag und die Zeitschrift „Compact“ sammelt, dessen Chefredakteur Elsässer ist. Aus diesem Milieu rekrutieren sich bundesweit die meisten Wahnmachen. Die neuen Organisatoren wollen durch den Einsatz solcher Prominenz der „Erfurter Bewegung“ zu Wachstum verhelfen, damit künftig die Wahnmachen auf dem Domplatz stattfinden können, weil der Anger zu klein geworden ist.
Die alten Organisatoren drückten bei der gestrigen bzw. ihrer letzten Wahnmache kräftig auf die Tränendrüse und schickten ein letztes Gebet zu Lars Mährholz, dem Wahnmachen-Guru aus Berlin, der die Erfurter Crew abgesetzt und sie aus der Linkliste gestrichen haben soll. Künftigen wollen die alten Organisatoren sich jetzt Dienstags am Lutherdenkmal treffen. Das bedeutet, dass es in Erfurt jetzt zwei Montagswahnmachen gibt, eine davon am Dienstag, und die Wutbürger, Gutmeinenden, Esoteriker, Reichsbürger, Truther, etc. nun die Wahl haben.

Gegen den Auftritt von Elsässer soll es antifaschistische Proteste geben. Dazu später mehr hier oder auf den üblichen Seiten.

Offener Brief an Lehrer und Eltern nach Verschleppung von Flüchtlingen aus Erfurt

Inzwischen ist die Verschleppung von Elvira und ihren Töchtern Elmedina und Riana fast einen Monat her. Die beiden Kinder wurden morgens aus der Schule geholt und ins Auto Richtung Flieger nach Mazedonien gesetzt. Man stelle sich nur mal das Szenario vor. Da kommen uniformierte Leute in eine Schulklasse und nehmen zwei Kinder mit, um diese mit ihrer Mutter in die Armut und Diskriminierung abzuschieben. Die/Der Lehrer/in tut nichts, lässt es geschehen und kümmert sich nicht weiter um das Schicksal der Kinder. Wie es außer einer handvoll ohnmächtiger Linker ohnehin niemand interessiert, was die Verfolgungsbehörden mit Menschen machen, die der Zufall der Geburt in die Armut und Diskriminierung verschlagen hat. Es ist arschdeutsch in Kaltland!

Heute, am 5.Mai um 7:30 Uhr haben wir einen Offenen Brief an die Lehrerinnen und Lehrer der Johannesschule Erfurt übergeben. Den Brief bekamen auch viele Eltern, die ihre Kinder nach den Ferien zur Schule brachten.

Quelle und Brief: Offener Brief Elmedina und Riana sind nicht mehr hier!
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„Es sind objektiv Gegendemos zu den Montagsdemos gegen Hartz IV, zu denen auch die Erfurter Donnerstagsdemo gehört“

Inhaltlich ein klügerer Artikel als der verharmlosende Kurzkommentar vom Infoladen Sabotnik über die neuen Montagsdemos am Anger kam jetzt von Holger Wetzel von der Thüringer Allgemeinen, der die Organisatoren der Erfurter Donnerstagsdemos gegen Sozialabbau und Rechtsextremismus befragt hat:

Obskure Montagsdemo auf dem Anger in Erfurt

Erfurt. Mit pauschalen Friedenswünschen, angedeuteten Verschwörungstheorien und einer Rundum-Kritik an Politikern und dem „System“ haben sich Anhänger der „neuen Montagsdemo“ gestern auf dem Anger wiederholt an die Öffentlichkeit gewandt. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 100 Demonstranten vor dem Lutherdenkmal.

Die Erfurter Donnerstagsdemo distanzierte sich von der Bewegung, der sie antisemitische Züge vorwirft. „Es sind objektiv Gegendemos zu den Montagsdemos gegen Hartz IV, zu denen auch die Erfurter Donnerstagsdemo gehört“, sagten Marianne Kroeger und Frank Bethge von der Donnerstagsdemo. Bei der neuen Bewegung würden rechte, als links getarnte Botschaften unter die Leute gebracht.

Aus den gestrigen Redebeiträgen nach dem Prinzip des offenen Mikrofons ließen sich keine konkreten Forderungen ableiten. Allenfalls der Wunsch, sich zahlenmäßig zu vergrößern, konnte als gemeinsamer Nenner empfunden werden. Kritik wurde zum Beispiel an genetisch veränderten Lebensmitteln, der Privatisierung von Wasserrechten, am Fracking oder an Fremdwörtern laut. Teilnehmer, die scheinbar aus dem engeren Organisationskreis stammten, verteilten Flugblätter gegen die Fernsehgebühren.

Der am professionellsten auftretende Redner lobte mehrere Protagonisten der obskuren Bewegung wie Andreas Popp oder Jürgen Elsässer. Elsässers Redebeiträgen und einer von ihm herausgegebenen Zeitschrift werden rechtspopulistische und verschwörungstheoretische Positionen nachgesagt.

Nach Angaben aus der Stadtverwaltung wurden die bisherigen „neuen Montagsdemos“ von einer festen Gruppe wöchentlich wechselnder Einzelpersonen angemeldet. Als Initiator der Bewegung in Erfurt tritt ein Richard Habermann auf.

Auffällig viele Teilnehmer der Demonstration verbrachten viel Zeit damit, mit Kameras, Fotoapparaten und Handys die anderen Demonstranten abzufilmen. Eine Handvoll Gegendemonstranten verkleidete sich mit Silbermützen als „Außerirdische“ und trug Banner, welche die Inhalte der Reden karikierten.

Holger Wetzel / 29.04.14 / TA

Quelle: Thüringer Allgemeine

Noch blöder als beim Infoladen Sabotnik hat man sich kürzlich bei Radio Frei angestellt, wo sich Lena Bonke was vom Pferd erzählen lassen hat.

Der Infoladen Sabotnik und die Softcore-Verharmlosung von antisemitischen Bewegungen

Unter den Bericht zur vergangenen Montagsdemonstration von Max Unkraut, den ich hier auch verlinkt habe, setzten die Verantwortlichen des Infoladen Sabotnik einen beispielhaften Kommentar für die Softcore-Verharmlosung des Antisemitismus:

So lange die De­mons­tran­t_in­nen nicht Ador­no lesen, bringt es also nichts, zu in­ter­ve­nie­ren. Das könn­te man na­tür­lich auch um­ge­kehrt sehen: So lange die ra­di­ka­le Linke es weder schafft, spon­ta­ne Be­we­gun­gen in ihrer Wi­der­sprüch­lich­keit zu ver­ste­hen noch eine über­zeu­gen­de Kri­tik zu ver­mit­teln, kann sie gar nicht in­ter­ve­nie­ren. Aber wie auch immer: An­ge­sichts der an­ge­spro­che­nen ge­fähr­li­chen Ten­den­zen ist es wohl nötig, wei­ter­hin ein Auge auf die ‚Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen‘ wer­fen.

Während der Bericht also empirisch aufzeigt, dass es hier nichts zu intervenieren, sondern zu verhindern gibt, weil man mit Antisemiten nicht diskutieren kann, will man beim Infoladen Sabotnik nicht so recht von einer in Aussicht gestellten Massenbewegung Abstand nehmen. Von der „Widersprüchlichkeit“ der Bewegung ist da die Rede. Freilich nicht im Sinne widersprüchlicher Positionen, Freiheit und Frieden zu fordern und gleich nach dem Schuldigen der herrschenden Misere zu fahnden. Widersprüchlichkeit ist hier eine Floskel für das Verständnis der Bewegungslinken für „spontane Bewegungen“ (was hier spontan ist, soll mir mal wer erklären, Kopp und Compact arbeiten seit Jahren an solchen Mobilisierungen), die man nicht gleich mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontieren soll, weil man perspektivisch doch irgendwann noch mitmachen will. Mit anderen Worten: eine infame Verharmlosung des antisemitischen Potentials, das da Montags aufmarschiert.

Das berühmte Gerede gegen die sogenannte „reine Lehre“ (hier in Gestalt der dümmlichen Polemik gegen das Adorno-Lesen), die man Adorno und der Kritischen Theorie unterstellt, um sie als ein Projekt der Elite zu diffamieren, war wohl nie etwas anderes als ein in verhaltene Wut gekleidetes Ressentiment gegen ein Denken, das sich am weitesten nach vorn wagt, weil es ausspricht, was v.a. für Bewegungslinke nicht sein darf; dass nämlich alle gut gemeinte Praxis nichts ist gegen die Übermacht der Verhältnisse, die solche Praxis unbegriffen und deswegen (im günstigsten Fall) unberührt zurück lässt. Die Diffamierung zielt auf ein Denken, das die Ohnmacht nicht einfach wegwischt, um sich Schuldige zu suchen, sondern solches Verhalten in die Kritik nimmt.

„Flugreisen!? Ich mach‘ lieber Urlaub im Thüringer Wald!“

Seit einigen Wochen haben in vielen Städten (u.a. Erfurt und Jena) so eine Mischung aus Wutbürgern, Verschwörungsfreaks, Reichsbürgern und anderem antisemitischen Dreckspack die Montagsdemonstrationen übernommen und machen mobil gegen Bilderberger, Rothschilds und andere vermeintliche Übeltäter. Die Kapitalismuskritik der Montagsdemos – schon immer ein Stiefkind – wurde restlos durch den Antisemitismus ersetzt. Einen lesenswerten Bericht über dieses Sektentreffen mit Zulauf aus Erfurt gibts auf Indymedia linksunten. Die im letzten Textabschnitt diskutierten praktischen Ansätze, um sich gegen diese Zumutung zu wehren, scheinen mir besonders relevant um eine Strategie zu erarbeiten, falls denen nicht bald sowieso die Luft ausgeht. Die vergangenen rassistischen und antisemitischen Mobilisierungen in Deutschland waren ja von einer erfreulichen Kurzatmigkeit geprägt, was nicht über das enorme Potential von Kopp-Lesern und Elsässer-Fans hinwegtäuschen darf. Kritisch finde ich am Linksunten-Text, vor allem wenn man auf Adorno und Horkheimer rekurriert, dass man den Begriff der einen Wahrheit weghaut, nur weil einige Spinner, die sich aus Alufolie Mützen basteln, meinen sie gefunden zu haben. Zum Problem der Wahrheit bei Horkheimer: ab S. 321.

Verschleppt aus Erfurt

Gestern wurde eine Frau mit ihren beiden Kindern, die nach Deutschland geflüchtet waren, von verbeamteten Menschenfeinden aus Erfurt verschleppt und vermutlich nach Mazedonien abgeschoben. Die Kinder wurden von Bullen aus der Schule abgeholt, durften nichts mitnehmen. Nach einer knappen Stunde war die Familie in Autos verfrachtet und unterwegs zum Flughafen. Auf der Protestkundgebung gestern abend auf dem Anger wurde folgender Flyer verteilt:

Flyer gegen Abschiebung

Bericht der Erfurter Flüchtlingsinitiative: Abschiebung ohne Vorwarnung mit Protest in Erfurt

Der Verfassungsschutz an der Universität Erfurt

Heute gab es einen Vortrag von Thüringens vielleicht gefährlichster Kameradschaft an der Universität in Erfurt. „Thomas Schulz“ vom Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz durfte über die „Gefährdung der Demokratie“ durch „Extremisten“ referieren. Die Veranstaltung erwies sich als geschlossene, nur für die Mitglieder der Erfurter Kollegs zugängliche. Neben einer freundlich-abweisenden Dame stand noch ein Mann vom Wachschutz vorm Hörsaal und überzeugte sich durch Ausweiskontrolle von der einwandfreien Gesinnung der Teilnehmer. Vielleicht ist das besser so, denn die durch Linke bei solchen Veranstaltungen oft angestrebte „kritische Teilnahme“ mit wütend-sachlicher Nachfragerei erwies sich schon vor gut einem Jahr in Meiningen als Lachnummer. Dabei gerierte sich „Thomas Schulz“ wie Eichmann in Jerusalem als Befehlsempfänger, der auch nicht immer alles gut findet, was in seinem Haus so vor sich geht, dem sein Job aber Verpflichtung bis in den Tod ist.

Vorm Hörsaal verteilten einige Antifaschistinnen und Antifaschisten Flugblätter. Die Studierendenschaft im „Harvard an der Gera“ hielt sich vornehm zurück. Es gab wichtigeres, als gegen die Verhöhnung der Opfer des Nazismus durch die NSU-Mittäter vom Verfassungsschutz zu demonstrieren.

Manche nennen ihr Mitmachen Kritik

Wo man früher aus dem Umfeld der Erfurter Falken immer noch treffende Analysen und Kritik lesen konnte, gibt’s diesmal bei den Jenaer Falken nur das abgeschmackte Pflichtprogramm mit überladener Phraserie durchsetzt, die nur noch terminologisch an bessere Kritik anschließen soll („Über das Elend der Studierendenproteste“). Der Inhalt langweilt. Den Studierenden wird mal wieder erklärt, dass sie nur das Denkmuster der Herrschenden reproduzieren, wenn sie sich anpreisen und als zukünftige Fachkräfte empfehlen. Das eigene Mitmachen rechtfertigt man damit, dass man ja nur auf weniger Nervereien und Stress im Kapitalismus aus ist. Als ginge es den zu recht kritisierten Konformisten-Studis da anders. Die wollen auch mehr Geld und weniger Stress um im Kapitalismus besser klar zu kommen. Der Unterschied ist der: die Konformisten-Studis fahren zum tausendsten Mal ihr Anbiederungsprogramm, weil sie noch an die Segnungen des Kapitalismus glauben wollen; die kritischen Jenaer Falken und Anarchisten sind einen Schritt weiter und werfen ihre intellektuelle Überlegenheit auf chlorfrei gebleichtem Papier in die Welt hinaus. Sie sind das gute Gewissen der Studentenproteste.

Die Quintessenz des Flyers lautet: Macht einen Finanzierungsvorschlag oder setzt euch zusammen und diskutiert mal ganz grundsätzlich eure Situation. Also eine Mischung aus der Finanzierungskeule sozialdemokratischer Realpolitik, mit der noch jede berechtigte Forderung abgebügelt wurde, und der unbegründeten Hoffnung in der „grundsätzlichen“ Kommunikation ließe sich endlich die Erkenntnis gewinnen, dass man den Kapitalismus doch irgendwie mal abschaffen könnte, wenn er schon nicht mehr finanzierbar ist.

Wo ist jetzt das versprochene Elend der Studierendenproteste? Wie elend sind die denn, wenn ihr da mitmacht? Wie kommt ihr denn auf die Idee, dass es besser werden könnte, wenn „Studierende, Lehrende und Angestellte der Hochschulen […], sich zusammensetzen und ihre Situation grundsätzlicher […] diskutieren“? Ist das jetzt wieder ein Automatismus, dass Leute, die sich lange genug „grundsätzlich“ unterhalten, zur Wahrheit finden? Geht solche Kritik nicht ins Leere? Bekanntlich entstehen solche Aufrufe und Demos, indem sich Leute stundenlang zusammensetzen. Man kann eben auch stundenlang reden ohne einen kritischen Satz zu hören. Was ist eine „Selbstverwaltung fremder Interessen“? Welchen Effekt versprecht ihr euch mit einem Flyer dessen Beitrag zum Erkenntnisgewinn gering ist? Mitglieder? Distinktion? Oder muss man jedes Mal ein Flugblatt schreiben, um sich das eigene Mitmachen zu rechtfertigen?

Mehr Kritik, weniger Mitmachen gibt’s hier: warm below the storm
Immer wieder schön und aus der Kategorie ideologiekritischer Dampfhammer: I prefer not to

Die Uni ficken – die Landesregierung weiß wie!

Zum konformistischen Studierendenprotest in Thüringen…

… gibt es hier ein nettes Flugblatt des Club Communism. Es stellt sich quer zur hilflosen wie konformistischen Anbiederei der Thüringer Studierenden ans herrschende Verhältnis und zeigt auf, was eine progressive Kritik der Universität praktisch bedeuten kann.

Das Ziel solcher Proteste wäre dementsprechend nicht die gute Universität, sondern eine Universität, die weniger Zwang ausübt und mehr Ressourcen zur Verfügung stellt. Ressourcen, die Studierende und Lehrende dazu anwenden könnten, die Notwendigkeit ihrer Verwertbarkeit zu reflektieren und deren Abschaffung anzugehen, anstatt sie blind reproduzieren zu müssen.

Ganzes Flugblatt hier lesen!

Blüten der Sprachpolitik

Gerade gefunden beim Veto:

Dieser Stern ist ja bekanntlich der neueste Trend genderlinken Hipstertums. Grammatikalisch korrekt hieße es trotzdem: das Schleckermaul, die Schleckermäuler. Genderkorrekt heute: die Schleckermäuler*innen. Wo etwa sprachliche Lesebarrieren wie „Bürger*innensteig“ wenigstens grammatikalisch noch irgendwie Sinn machen könnten, wird es hier, wie auch bei „Mensch*innen“ etwa, völlig absurd. Aber die sprachlich verordnete Geschlechtergerechtigkeit trägt Früchte, wie man bei den (Fast-)Nazis von „Pro Arnstadt“ sehen kann:

Zur Verteidigung der Genderlinken sei gesagt: Normalerweise gendern die (Fast-)Nazis von „Pro Arnstadt“ nicht, anscheindend nur dort, wo es grammatikalisch falsch ist. Was soll’s. Die Idee ist bei den Reaktionären angekommen. Am Geschlechterantagonismus und bestehenden Gewaltverhältnissen hat sich zwar nichts geändert, aber man muss jetzt nicht mehr darüber reden. Sprachliche Repräsentanz heilt bekanntlich alle Wunden.

Katzen wollen die Freiheit!

Zoopark Erfurt Gepard bricht aus Gehege aus

Im Erfurter Zoo ist am Dienstag ein Gepard aus seinem Gehege ausgebrochen. Zoodirektor Thomas Kölpin sagte MDR THÜRINGEN, das Gepardenmännchen Galib sei aus dem Stand über eine drei Meter hohe, zusätzlich durch Strom gesicherte Mauer gesprungen. Anlass seien zwei Esel gewesen, die oberhalb des Gepardengeheges vorbei geführt worden seien. Offenbar wurde dadurch der Jagdinstinkt des Tieres geweckt. Die Zootierärztin habe den Geparden jedoch verfolgt und ihn mit einem Narkosepfeil betäuben können.
Der Gepard Ghalib läuft über eine Wiese im Thüringer Zoopark Erfurt

Kölpin sagte weiter, für die Besucher des Zoos sei keine Gefahr von der Raubkatze ausgegangen. „Geparden fallen Menschen normalerweise nicht an.“ Dass Galib so hoch gesprungen sei, sei ungewöhnlich. „Geparden sind keine Spring- sondern Lauftiere“, so Kölpin. Springen und Klettern könnten sie „nicht so gut“.

Der Zoochef verwies darauf, dass die Sicherheitsvorschriften für die Haltung des Geparden eingehalten worden seien. Für diese Tierart seien Mauern oder Umzäunungen von 2,50 Metern Höhe vorgeschrieben. Der Gepard werde vorerst nicht mehr ins Freigehege gelassen, bis die genauen Umstände der Flucht geklärt sind.

Quelle: MDR

Ordnungsruf aus dem Altersheim

Lirabelle #1Ausgabe #2 der Erfurter Streitschrift Lirabelle ist nun erschienen. Darin befindet sich auch wieder ein Beitrag von mir, mit dem ich in die derzeit stattfindende Theorie-Praxis-Debatte eingreife. Diese Debatte wird außerdem durch einen Beitrag der Antifa Arnstadt-Ilmenau und von Simon Rubaschow bereichert. Weiterhin gibt es im neuen Heft einen einführenden Beitrag zur Kritik der Politik und des Staates. Denkwürdig in eher negativer Hinsicht ist der um ein Nichts kreisende Texte zu radikaler Realpolitik, der die zukünftige Repression staatskapitalistischer Experimente gegen die antiautoritäre Linke schonmal ohne Not vorwegnimmt sowie ein dumpf-ignoranter Beitrag von Erfurts ambitioniertester Staatsantifa AKE. Dazu vielleicht später mehr.

Ordnungsruf aus dem Altersheim

Ox Y. Moron weist Peter Gisperts Versuch, die Theorie im wattierten Verkehr abzuschaffen, zurück.

In der vergangenen ersten Ausgabe dieser Zeitschrift gab sich Peter Gispert als einer von drei Desperados die Ehre, gegen zwei Texte bzw. die Ansätze von Eva Felidae und der Antifa Arnstadt-Ilmenau zum Verhältnis von Theorie und Praxis zu opponieren. Kurz gesagt, argumentierten Felidae und die Antifa Arnstadt-Ilmenau für eine theoretisch reflektierte Praxis, die in einer total vergesellschafteten Gesellschaft den Verblendungszusammenhang, der sich vor die wirklichen Verhältnisse geschoben hat, durch kategoriale Kritik durchdringt, um diese Gesellschaft zunächst überhaupt als im Wesen veränderbar begreifbar zu machen. Wer etwas abschaffen, aufheben oder verändern will, tut nämlich gut daran, zunächst zu verstehen, womit er es zu tun hat. Angesichts verhärteter und unbewusster Verhältnisse genügt dafür nicht die gut gemeinte Information, sondern es bedarf der die unbewussten Vergesellschaftungsformen durchdringenden Reflexion, es bedarf der Brüche im gesellschaftlich-hergestellten Selbstverhältnis der Einzelnen, der Einsicht, dass die Gewalt, die von den Verhältnissen ausgeht, eine gesellschaftlich-notwendige Gewalt ist. (mehr…)