Archiv der Kategorie 'Musik'

„Ich hab an Gestern nicht gedacht und nicht an Morgen. Es ist Nacht, ich steh am Fenster. Und für einen Augenblick leb ich im Jetzt.“

„Ich hab noch nie so treue Sklaven gesehen, die bereit sind für mehr Arbeit auf die Straße zu gehen.“

„Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst, dann sei doch einfach stolz auf dein Land.“

„Plane erst ein Praktikum, dann die Diktatur des Prekariats, es gibt keinen Roten Morgen, Gefangene der Gegenwart“

In Suhl: „Wir haben weltweit den einzigen Mc Donalds, der wegen Kundenmangels schloss.“

Neuer Hit von hinterm Rennsteig! Mit einer guten Portion Selbstironie (hoffe ich jedenfalls) nicht halb so Fremdschäm-lastig, wie der Müll vom Klöße-Fritz.

„Zwerge wachsen nie, es ist immer Krieg, alle haben viel zu wenig und bedanken sich“

„Hier ist alles verballert, nichts ist normal, alle sind krank und man könnte fast meinen, sie finden Gefallen daran“

Ein Album vernünftig zu rezensieren ist eine schwierige Sache und richtig schwierig ist das, wenn der Künstler sich nach Fertigstellung des Albums und vor dessen Veröffentlichung das Leben genommen hat; wenn dieses Album bedrückend offen und persönlich ist – sich dann nicht in dämlicher Psychologisierung zu ergehen, die Gründe im Einzelnen sucht, statt in der Gesellschaft, die die Einzelnen niedermacht. Der in der Lirabelle publizierenden Genossin ist das beeindruckend gut gelungen.

„Der Ekelhafte“ ist das letzte Album von NMZS. Man kann sich ihm hingeben und präzise, ausweichende, „verrückte“ Gedanken eines jungen Mannes aus Düsseldorf entdecken. Er war ein ganz „normaler“ Jugendlicher: Actionfiguren, Supernintendo, Comics, 2 Jahre Klassensprecher, eine 4 in Sport, von Tagtraum zu Tagtraum. Und nun? „Ja, du kannst dich an den Teufel und das Böse gewöhnen / Aber der Löwe bleibt König in der Höhle des Löwen – so isses / Und wenn er Hunger kriegt – Was dann? – dann frisst er dich / Ober-, Unter-, Mittelschicht, scheißegal, vergiss das nicht.“ [5] Jakob, so sein bürgerlicher Name, hat es nicht vergessen – wie auch? Sich einfügen, das Leiden aushalten, immer weiter kämpfen, irgendwann schwindende Kräfte, letztlich sich hingeben müssen und selbst entschlossen Schluss machen. „Der Ekelhafte“ ist ein Zeichen der Wut, auch wenn die Stimmen der Ohnmacht laut sind. „Der Ekelhafte“ ist mehr als hörenswert.

komplett lesen hier: Lirabelle
anhören hier: Antilopen

Die Uni ficken – die Landesregierung weiß wie!

„Ich hatte keine Freunde dort, ich wollte keine haben, ich hab so gut wie nie jemand zu mir eingeladen, ich saß nur vorm Computer, den ganzen Tag vorm Computer und machte im Grunde gar nichts, no future!“

NMZS‘ großartiges musikalisches Vermächtnis gibt’s hier zum Download: KLICK

Grabstein von NMZS

„Diese verkackte Stadt
 ist nicht mein zu Hause, 
sie hat alles kaputt gemacht, 
nicht nur dich und mich.“

„Antilopen sind gescheitert, Prinz Pi ist was geworden, Friedrich wurde Vater und Jakob ist gestorben. Bob Dylan gab dir niemals einen Kompass ohne Norden, Bob Dylan würde nie mit einem Arschloch wie dir chillen!“

„Hallo Deutschland, du Sau, immernoch am Leben und ich immernoch dagegen […] und du machst einfach weiter, und darum mach ich weiter, bis du irgendwann kaputt gehst“

gefunden bei totestier

„Die Grenzen um uns rum haben wir uns selber auferlegt und es wird Zeit, dass endlich jemand diese Welt in Trümmer legt. […] Manchmal glaub ich noch daran, dass alles anders werden kann.“

„It hurts but I never show, this pain you‘ll never know“

„Was soll ich denn hier, lasst mich doch endlich raus, dumm gelaufen, ich hock‘ schon lang in einem Irrenhaus“